Kfz-Versicherung wechseln: So spare ich jedes Jahr wieder
Seit ich jedes Jahr meine Verträge prüfe, steigen meine Fixkosten nicht mehr. Kfz-Versicherung wechseln ist dabei ein fester Termin in meinem Kalender, denn das hat bisher immer einen finanziellen Vorteil gebracht.
Ich hatte das lange nicht auf dem Schirm und war jahrelang bei derselben Versicherung. Mein Versicherungsvertreter wollte mir dann weismachen, dass ich bei ihm einen Sondertarif bekommen hatte und eine neue Versicherung teurer sein wird.
Tja. Sondertarif hatte ich damals bei ihm schon bekommen. Aber nun wechseln war trotzdem günstiger.
In diesem Artikel zeige ich dir, wie ich beim Versicherungsvergleich vorgehe und bis wann du handeln musst.
Dieser Artikel enthält Affiliate-Links, gekennzeichnet mit einem Sternchen.* Wenn du darüber abschließt, bekomme ich eine kleine Provision. Du zahlst denselben Preis.
Wie viel du mit einem Wechsel der Kfz-Versicherung sparen kannst
Bei meinem ersten Wechsel waren es irgendwas zwischen 200 und 300 € im Jahr. Genau weiß ich es nicht mehr, ist ein paar Jahre her. Aber für einmal Vergleichen war das richtig viel.
In den Jahren danach war die Ersparnis kleiner. Logisch, ich war ja jedes Jahr hinterher. Das ist eigentlich der Punkt: Wer lange nicht schaut, zahlt am meisten drauf. Die Verbraucherzentrale spricht ebenfalls von mehreren hundert Euro im Jahr, die beim Wechsel drin sein können.
Wie viel es bei dir ist, hängt von deinem Auto, deiner Region und deiner Schadenfreiheitsklasse ab. Und davon, was du wirklich brauchst. Ein paar Stellschrauben senken den Beitrag fast immer:
- Werkstattbindung: Im Schadenfall lässt du in einer Partnerwerkstatt der Versicherung reparieren.
- Fahrerkreis: Fährst nur du oder du und dein Partner, ist es günstiger als „alle dürfen fahren“.
- Kilometer: Eine realistische Jahresfahrleistung angeben. Zu knapp schätzen kann aber teuer werden, wenn du drüber liegst.
- Jährlich statt monatlich zahlen: Bei vielen Versicherungen gibt es dafür Rabatt.
Wie viel es bei dir ist, siehst du nur im Vergleich: Jetzt Kfz-Versicherung vergleichen*
Deine schadenfreien Jahre (Schadenfreiheitsklasse SFK) nimmst du übrigens mit und die Kündigung deines alten Vertrags kannst du beim Abschluss gleich mit erledigen lassen.
Wann kann man die Kfz-Versicherung wechseln?
Eine Kfz-Versicherung kannst du einmal im Jahr ordentlich kündigen. Die Frist ist ein Monat zum Ende des Versicherungsjahres.
Das Versicherungsjahr ist fast immer das Kalenderjahr. Auch wenn du dein Auto im Mai angemeldet hast. Das erste Jahr ist dann einfach kürzer und läuft nur bis 31.12. Ab da geht es immer vom 1. Januar bis 31. Dezember.
Ein Monat vor dem 31.12. ist der 30.11. Deshalb liest du überall vom 30.11. als Stichtag.
Aber: Immer mehr Versicherer legen inzwischen eigene Stichtage fest. Dann läuft dein Vertrag zum Beispiel vom 1. Mai bis 30. April, und deine Frist endet Ende März.
Also: Schau in deinen Versicherungsschein oder die letzte Beitragsrechnung. Dort steht, wann dein Versicherungsjahr endet. Endet es am 31.12., gilt für dich der 30.11.
Wichtig dabei: Die Kündigung muss bis zum 30.11. bei der Versicherung angekommen sein. Abschicken am 30. reicht nicht. Kommt sie zu spät, läuft dein alter Vertrag einfach ein weiteres Jahr.
Wechselfrist verpasst? Dann gibt es noch Hintertüren
Der 30.11. ist nicht die einzige Chance. Es gibt Sonderkündigungsrechte.
Wenn deine Versicherung den Beitrag erhöht, ohne dass du mehr Leistung bekommst, kannst du innerhalb eines Monats nach Zugang der Mitteilung kündigen. Das gilt auch, wenn die Erhöhung nur daher kommt, dass dein Auto oder deine Region neu eingestuft wurde. Solche Erhöhungen kommen gern im Spätherbst mit der neuen Beitragsrechnung. Also: Post von der Versicherung nicht ungeöffnet liegen lassen.
(Das war übrigens damals der Anlass bei mir, mich um eine günstigere Versicherung zu kümmern.)
Nach einem Schadenfall kannst du ebenfalls kündigen. Hier läuft ein Monat ab dem Abschluss der Schadenregulierung.
Und bei einem Autowechsel bist du sowieso frei. Für die Zulassung auf deinen Namen brauchst du eine eigene Versicherung, und die suchst du dir neu aus. Also genau der richtige Moment zum Vergleichen.
Eine Sonderkündigung schickst du selbst. Rein kommen Name, Adresse, Kennzeichen und Versicherungsnummer. Schick sie so, dass du den Eingang nachweisen kannst, zum Beispiel per Einschreiben oder per E-Mail mit Eingangsbestätigung.
So gehe ich beim Versicherungsvergleich vor
In Deutschland habe ich dafür immer den Tarifcheck von Check24 genutzt. Mein Ablauf:
- Schadenfreiheitsklasse raussuchen. Die steht in deinem aktuellen Vertrag oder auf der letzten Beitragsrechnung. Ohne sie bekommst du keinen echten Preis. Die gute Nachricht: Deine schadenfreien Jahre nimmst du zur neuen Versicherung mit. Nur wenn du Rabattschutz hattest, schau genau hin. Der gilt oft nur bei deiner bisherigen Versicherung.
- Fahrzeugschein bereitlegen. Darin stehen alle Daten zum Auto, die der Vergleich abfragt. Dann musst du nichts raten.
- Überlegen, was dir wichtig ist. Brauchst du einen persönlichen Ansprechpartner und Beratung, oder reicht dir eine Online-Versicherung? Ist Werkstattbindung für dich okay? Wie hoch darf die Selbstbeteiligung sein? Wer das vorher weiß, vergleicht gleiche Leistung mit gleicher Leistung. Damit günstiger nicht schlechter heißt, schau dir zwei Punkte im Kleingedruckten an: die Deckungssumme der Haftpflicht (der ADAC empfiehlt 100 Millionen Euro) und ob die Versicherung auch bei grober Fahrlässigkeit zahlt.
- Versicherungen vergleichen.* Aber: Nicht jede Versicherung ist auf Vergleichsportalen gelistet, HUK24 zum Beispiel nicht. Wenn du dort bist oder es dich interessiert, rechne auf deren Seite zusätzlich direkt nach.
- Neuen Vertrag abschließen. Den Beginn legst du auf den Tag nach dem Ende des alten, also zum Beispiel 31.12. und 1.1. Es gibt keine Lücke und du zahlst nichts doppelt. Zur Zulassungsstelle musst du übrigens nicht, das läuft automatisch.
- Kündigung erledigen lassen. Beim Abschluss über Tarif Check24 klickst du einfach mit an, dass sie deinen alten Vertrag kündigen, egal wo du den abgeschlossen hast. Um die Kündigung musste ich mich so nie selbst kümmern, finde ich sehr angenehm.
- Die Ersparnis direkt beiseitelegen. Rechne aus, wie viel du im Monat weniger zahlst und verwende den Betrag für den Notgroschen oder die nächste Reparatur, egal. Hauptsache, das Geld versickert nicht im Alltag.
Und jetzt?
Schau heute in deinen Versicherungsschein. Endet dein Versicherungsjahr am 31.12., hast du bis zum 30.11. Zeit. Mit Fahrzeugschein und Schadenfreiheitsklasse in der Hand ist der Vergleich schnell gemacht. Geht direkt hier mit dem Rechner.* 👇
Du hast gerade nicht alles zur Hand? Dann merk dir diesen Artikel auf Pinterest. Wenn du Versicherungsschein und Fahrzeugschein rausgesucht hast, kommst du über den Pin wieder hierher und gehst den Wechsel Schritt für Schritt durch. 📌

