Extrem Spartipps: Ich hab mir angesehen, was das Netz hergibt. Wir müssen reden.
Eigentlich wollte ich bei der aktuellen Hitzewelle nur nach Tipps suchen, wie man die Wohnung ohne Klimaanlage kühl hält. Aber wie das im Internet so ist: Drei Klicks später war ich tief im Rabbit Hole der extrem Spartipps gelandet.
Und holy moly… die Menschheit ist kreativ, wenn es darum geht, den Euro dreimal umzudrehen. Die meisten Tipps sind genau der Wahnsinn, den du dir jetzt vorstellst. Einer davon war aber überraschend normal – den heb ich mir für den Schluss auf.
Erstmal die Klassiker des Grauens:

Tipp 1: Beim Duschen die Klamotten anlassen
Du seifst dich ein. Die Jeans auch. Alles wird ausgespült. Du ziehst die nassen Klamotten aus, hängst sie auf die Leine – Körper und Wäsche in einem Aufwasch sauber.
Zugegeben, mein erster Gedanke war: Wer macht sowas?!
Aber mein Mann hat mich direkt korrigiert: In Ländern wie Indonesien ist das als „Mandi Baju“ tatsächlich ein Ding, um sich bei extremer Hitze abzukühlen und gleichzeitig die Alltagskleidung frisch zu machen.
Und hey, wir haben aktuell eine Hitzewelle. Ich schwitze schon beim Tippen. Die Vorstellung, mich jetzt in einer klatschnassen Jeans vor den Ventilator zu setzen, hat bei 36 Grad im Schatten plötzlich einen ganz seltsamen Reiz…
Ich werde es trotzdem nicht tun. Spätestens wenn man versucht, eine tonnenschwere Denim im Badezimmer auszuwringen, verlässt einen jede Erleuchtung. Aber Respekt für den Abkühlungseffekt!
Tipp 2: Das große Geschäft beim Arbeitgeber erledigen
Der Gedanke: Wasser sparen, und gleichzeitig die Arbeitszeit „nutzen“.
Mehr sage ich dazu nicht. Nächster Tipp.
Tipp 3: Milch mit Wasser verdünnen
Vollmilch kaufen, 1:1 mit Wasser strecken – du hast doppelt so viel Milch zum halben Preis, bei gleichem Fettgehalt.
Das ist eigentlich… gar nicht so abwegig? Bei Orangensaft machen das viele Eltern mit Kleinkindern, ohne groß darüber nachzudenken. Irgendwo zwischen „clever“ und „merkwürdig“ liegt die Grenze, und jede zieht sie woanders.
Ich persönlich trinke Pflanzenmilch. Und verdünne damit meinen Kaffee.
Tipp 4: Haare mit Roggenmehl waschen
Kein Shampoo, kein Konditionierer. Einfach Roggenmehl einmassieren, ausspülen, fertig.
Es gibt Menschen, die das tun und glücklich damit sind. Ich glaube ihnen. Ich werde mich ihnen nicht anschließen.
Tipp 5: Einen Stein in den Spülkasten legen
Ein Mauerstein im Spülkasten verdrängt pro Spülung etwa einen Liter Wasser. Bei einer vierköpfigen Familie macht das laut Rechnung knapp 3.000 Liter weniger im Jahr.
Ich hab nicht nachgerechnet, aber die Logik stimmt. Ein Stein, einmal reinlegen, nie wieder drüber nachdenken.
Kann man tatsächlich ausprobieren.
Tipp 6: Tapetenleim aus Mehl und Wasser selbst herstellen
Aus Mehl und Wasser. Günstig, einfach, sofort umsetzbar.
Für alle, die jedes Jahr neu tapezieren. Also… für jemanden da draußen bestimmt sehr praktisch.
Tipp 7: Die Hecke nachts schneiden
Nachtstrom ist günstiger. Das weiß jeder. Die logische Konsequenz daraus: Hecke um Mitternacht schneiden. Mit der Kettensäge.
Die Nachbarn finden das absolut verständlich.
Und jetzt der Tipp, bei dem ich innerlich genickt habe
Dasselbe empfehle ich nämlich auch schon länger:
Hör auf, für dein Girokonto zu bezahlen.
Das klingt banal. Ist es aber nicht, wenn man mal nachrechnet. Bei vielen klassischen Banken kostet ein Girokonto zwischen 5 und 10 Euro im Monat – manchmal mehr, wenn du einen bestimmten monatlichen Geldeingang nicht erreichst oder eine Kreditkarte dazunimmst. Das fällt einfach nicht auf. Es geht einfach ab, jeden Monat, still und leise.
Dabei sind das bis zu 120 Euro im Jahr. Für die Verwaltung deines eigenen Geldes. Geld, das du nie bewusst ausgegeben hast – und das du nie wieder sehen wirst.
Ich hab dazu einen eigenen Artikel geschrieben, weil das Thema mehr verdient als einen Satz zwischen Roggenmehl und Mitternachts-Kettensägen:
👉 Warum ich kein Girokonto mehr nehmen würde, das Gebühren kostet – und welches ich empfehle
Oder direkt zur Quelle: C24 Smart Konto kostenlos eröffnen*
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Mein Fazit
Extreme Spartipps sind meistens eines: unterhaltsam. Manchmal sogar mit einem echten Kern drin – Stein im Spülkasten, ich steh dazu.
Für den Alltag setze ich lieber auf ein schlaues System und Budgets, die auf meinen echten Ausgaben basieren.
Und nackt duschen.

