Als Familie Geld sparen – 5 persönlich getestete Wege
Kinder kosten Geld. Das weiß man vorher – und trotzdem überrascht es einen immer wieder, wie schnell das Geld mit Familie durch die Finger rinnt. Es gibt so viele kleine Stellen, an denen es tropft. Spielzeug hier, Kleidung da, ein Ausflug, ein Geburtstag, noch ein Geburtstag.
Hier sind fünf Stellen, an denen du als Familie Geld sparen kannst – ohne dass deine Kinder auch nur einen Unterschied merken.

1. Kinderkleidung: neu kaufen ergibt hier am wenigsten Sinn
Kinder wachsen schneller als man möchte – meistens genau dann, wenn man gerade neue Sachen gekauft hat.
Kinderkleidung ist deshalb einer der Bereiche, wo Secondhand am meisten Sinn ergibt. Die Sachen wurden oft nur eine Saison getragen, sind kaum abgenutzt – und kosten einen Bruchteil.
Wo du schaust:
- Vinted – große Auswahl, einfach zu filtern nach Größe und Zustand
- Kleinanzeigen – oft ganze Pakete einer Größe auf einmal, ideal wenn du weißt was als nächstes kommt
- Lokale Flohmärkte und Kleidertauschbörsen – oft organisiert von Kitas oder Schulen
Tipp: Kaufe immer eine Nummer größer als aktuell gebraucht. Dann hast du etwas auf Vorrat und keinen Stress wenn der Wachstumsschub kommt.
2. Als Familie Geld sparen bei Lebensmitteln
Wer eine Familie ernährt, kauft viel ein – und wo viel eingekauft wird, ist auch viel Sparpotenzial.
Bei uns war das der Wendepunkt: Als wir von „irgendwie einkaufen“ auf Wocheneinkauf mit Plan und Liste umgestellt haben, sind wir von 500 auf 400 Euro Lebensmittelkosten im Monat gekommen. Zwei Erwachsene, ein Baby. Den größten Unterschied hat der Plan gemacht – einfach ein Zettel mehr pro Woche.
Dazu kommen Tiefkühlgemüse statt immer frisch außerhalb der Saison, Eigenmarken wo es Sinn ergibt, und Grundvorräte strategisch aufbauen statt immer nur das zu kaufen was gerade fehlt.
Ich habe dazu einen eigenen Artikel geschrieben mit allem was wirklich hilft:
👉 Lebensmittel Spartipps – so gibst du weniger Geld aus.
3. Spielzeug mieten statt kaufen: der Geheimtipp gegen vollgestopfte Kinderzimmer
Ich habe etwas ausprobiert, das mich selbst komplett überrascht hat – und das ich hier unbedingt teilen muss: Spielzeug mieten statt kaufen.
Kleinkinder brauchen kein riesiges Spielzeugzimmer, sie brauchen Abwechslung. Etwas Neues, das ihre Neugier anspricht. Teures Holzspielzeug kaufen, zwei Monate begeistert bespielen lassen, dann liegt es rum – das kennen die meisten Eltern.
Beim Spielzeug-Abo bekommst du alle drei Monate eine Box mit altersgerechtem, pädagogisch wertvollem Spielzeug – Holz, Montessori-inspiriert, passend zur Entwicklungsphase. Du spielst damit, schickst es zurück, bekommst neue Sachen.
Bei kleinen Kindern funktioniert das besonders gut, weil sie noch nicht so an einzelnen Dingen hängen wie größere – du kannst still und leise tauschen. Falls doch ein Lieblingsteil dabei ist: Die meisten Anbieter erlauben es, einzelne Stücke zu behalten, die werden dann separat abgerechnet.
Für Babys und Kleinkinder – die Box im Abo:
- Toyabo – alle drei Monate eine neue Box, kostenloser Hin- und Rückversand, monatlich kündbar
- Paul & Lori – speziell für Babys von 0 bis 18 Monaten, ebenfalls im Drei-Monats-Rhythmus
Für größere Kinder – Einzelstücke mieten:
- nomadi (nomadi.de) – hier mietest du keine Boxen, sondern einzelne hochwertige Produkte. Stapelsteine, Grimms, Fahrräder, Fahrradanhänger, sogar Kinderwagen und Möbel. Genau das Richtige wenn dein Kind gerade auf einen Trend steht den du nicht für 120€ kaufen willst – und der in drei Monaten sowieso wieder vorbei ist.
Spielzeug und Kleidung sind die offensichtlichen Stellen. Daneben gibt es aber noch andere, wo Geld aus fast jedem Haushalt sickert – still und oft unbemerkt.
Die 7 häufigsten habe ich in einer kostenlosen Checkliste zusammengefasst.
4. Geburtstage: sowohl die eigenen als auch die der anderen
Kindergeburtstage kommen verlässlich – und kosten mehr als man oft einplant.
Die eigenen Kinder feiern: Zum vierten Geburtstag meines Sohnes habe ich mir eine Schnitzeljagd ausgedacht: Die Dinomama war traurig, weil jemand ihr Ei gestohlen hatte. Im Garten gab es Hinweise und Stationen – und am Ende haben die Kinder das Dinoei gefunden, das ich aus Pappmaché gebastelt und mit kleinen Preisen gefüllt hatte.
Materialkosten: ein paar Euro. Reaktion der Kinder: unbezahlbar. Er hat noch lange davon geredet.
Vor allem kleine Kinder brauchen keine aufwendigen Partys – sie brauchen etwas das sich besonders anfühlt. Wenn du eine Obergrenze für Einladungen und Geschenke setzt, entlastet das übrigens auch die anderen Eltern. Viele sind dankbar dafür, aber niemand traut sich anzufangen.
Wer die Geldleck-Checkliste durchgeht, findet normalerweise etwas das sich umleiten lässt – direkt in eine kleine Rücklage für Geburtstage und Co. Dann kommt keine Ausgabe mehr als Überraschung. Wie Rücklagen funktionieren, erkläre ich hier: Rücklagen aufbauen.
Geschenke für Geburtstage anderer Kinder: Das summiert sich übers Jahr auf eine stattliche Summe. Ein festes Budget pro Geschenk – zum Beispiel 15 bis 20 Euro – und dabei bleiben. Bücher, Spiele, kleine Erlebnisse sind oft sinnvoller als das neueste Plastikspielzeug.
5. Freizeit: was kostenlos ist, wird unterschätzt
Wir wohnen in Portugal 20 Minuten vom Strand entfernt. Wenn wir unseren Sohn fragen was er machen will, kommt meistens: „zum Strand“, „auf den Spielplatz“ oder „Fahrrad fahren“. Kein Eintritt, kein Programm, kein Voranmelden.
Kleine Kinder brauchen keine teuren Ausflüge – sie brauchen Raum, Bewegung und am besten jemanden der mitkommt. Das ist in Deutschland nicht anders als hier.
Wald, See, Spielplatz – für kleine Kinder oft aufregender als jeder Freizeitpark, weil es so viel zu entdecken gibt und nichts vorgegeben ist. Und nichts davon kostet Eintritt.
Die Bibliothek ist massiv unterschätzt. Nicht nur Bücher – in vielen Stadtbibliotheken gibt es Hörspiel-CDs, Filme, Gesellschaftsspiele, manchmal sogar Tonies-Figuren zum Ausleihen. Für einen kleinen Jahresbeitrag oder oft sogar kostenlos. Gerade an Regentagen eine echte Alternative.
Familienkarten lohnen sich wenn ihr regelmäßig irgendwohin geht – Zoo, Museum, Schwimmbad. Einmal im Jahr zahlen, öfter hingehen. Viele Städte haben auch Ferienprogramme oder kostenlose Veranstaltungen für Familien – lohnt sich, da einmal nachzuschauen was die Gemeinde anbietet.
Übrigens: Während ich diesen Artikel geschrieben habe – über Spielzeug mieten, Geld bewusst ausgeben und als Familie sparen – waren Papa und Sohn unterwegs.
Sie kamen heim.
Mit neuem Spielzeug.
Das ist das echte Leben. Niemand macht das hier perfekt, ich auch nicht. Aber wer an ein paar Stellen bewusster hinschaut, wer einen Plan hat bevor er in den Supermarkt geht, wer mal fragt ob mieten nicht reicht statt gleich zu kaufen – der hat am Ende des Monats mehr übrig. Und das merkt man.
Wir haben mit der Geldleck-Checkliste knapp 50 Euro im Monat gefunden – Geld das vorher einfach weg war, ohne dass wir genau wussten wohin. Die Checkliste zeigt dir 7 Geldlecks, die viel nicht auf dem Schirm haben – und die meisten lassen sich in 15 Minuten stopfen.
